Apr 01 2009

Die Saison 2009 hat begonnen!

Der Winter war lang und kalt genug - Zeit, dass es wieder Frühling wird, und damit Zeit für den sozialen Bücherflohmarkt Floridsdorf!

Nachdem in den letzten Wochen Sylvia Wilke bereits den Flohmarkt abhielt, sobald es das Wetter auch nur annähernd zuließ, sieht es jetzt danach aus, als könnte der Flohmarkt wieder regelmässig stattfinden - zu den gewohnten Zeiten Dienstag, Donnerstag und Samstag von 10 bis 18 Uhr, am Franz Jonas Platz vor dem Bahnhof Floridsdorf!

Mrz 01 2009

Schallplatten im Online-Bücherflohmarkt!

Ab sofort finden Sie in unserem Online-Bücherflohmarkt neben über 2.000 ausgewählten Büchern nun auch Schllplatten: http://www.sozialflohmarkt.org/booklist/

Jan 12 2009

Online - Bücherflohmarkt

Um Ihnen die Wartezeit bis zum nächsten, richtigen Flohmarkt am Franz-Jonas-Platz zu verkürzen und Sie auch in der kalten Jahreszeit mit Lesestoff zu versorgen, haben wir für Sie einen Online-Bücherflohmarkt einegrichtet. Stöbern Sie hier in den zahlreichen Büchern, der Großteil davon ist in einem sehr guten bis neuwertigen Zustand! Bestimmt ist auch für Sie etwas passendes dabei.

http://www.sozialflohmarkt.org/booklist/

Dez 01 2008

Schönes, das vom Sommer übrig blieb

Kulturgeschichte der Menschheit
Editions Rencontre Lausanne
Will und Ariel Durant
28 Bände, gut erhalten.

Meyers Lexikon
siebente Auflage
Goldprägung
15 Bände
Bibliographisches Institut, Leipzig 1933; gut erhalten.

Weltgeschichte in siebenunddreißig Bänden
Otto Zierer
Bertelsmann Lesering, gut erhalten.

Vorauslexikon zur Brockhaus Enzyklopädie
in fünf Bänden
neunzehnte Auflage, sehr gut erhalten.

Falls Sie Interesse haben, eines der Angebotenen Werke gegen Spende zu erwerben, wenden Sie sich bitte an Sylvia Wilke.

Nov 19 2008

Einhundertfünfunddreißig Schlafsäcke

…kann die Gruft heuer von den Spendengeldern des Bücherflohmarktes kaufen!

135 Menschen, die die Winternächte frierend in einer Garage, einem Klo oder auf einer Parkbank verbringen müssten, bekommen nun einen warmen Schlafsack.

Durch die Unterstützung vieler, vieler SpenderInnen werden 135 Obdachlose vor Frost, Erkältungen und schlimmerem bewahrt.

Im Namen all dieser armen Menschen sage ich allen die den Flohmarkt mit Bücher- oder Geldspenden unterstützt haben, DANKE!

Und ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr - auf dass es bald wieder
13 Grad haben möge und der Flohmarkt wieder stattfinden kann!

Einen schönen Winter wünsch ich uns allen.

Sylvia W.

Wilke, Pint bei der Spendenuebergabe 2008

Sylvia Wilke, Martina Pint bei der Spendenübergabe 2008

Okt 24 2008

Die Saison 2008 ist zu Ende

Nun ist es leider so weit - das Wetter ist kalt, nass und unfreundlich, und damit ist das Saisonende für den Sozial- und Bücherflohmarkt in Floridsdorf gekommen.

Wir werden nun die Zeit nützen, Bilanz zu ziehen und zurückzublicken. In den nächsten Tagen werden wir Sie an dieser Stelle über die Jahres- und Spendenbilanz 2008 informieren.

Natürlich können Sie uns nach wie vor Ihre Bücherspenden bringen - vereinbaren Sie bitte einfach einen Termin mit Frau Sylvia Wilke!

Sep 22 2008

Die Saison neigt sich dem Ende zu

Nach dem Temperatursturz vor einigen Tagen und dem anhaltenden Schlechtwetter sieht es danach aus, als ob die Saison nicht nur für Eisgeschäfte und Freibäder, sondern auch für den Bücherflohmarkt schön langsam aber sicher zu Ende geht.

So lang es das Wetter aber irgendwie zulässt, wird Sylvia beim Flohmarkt sitzen und Sie mit Literatur für den bevorstehenden Winter versorgen!

Sep 20 2008

Große Schallplattenspende!

Der Sozialflohmarkt hat von einer großzügigen Spenderin letzte Woche eine ganze Sammlung Schallplatten in Top-Zustand erhalten!

Die vollständige Liste aller Schallplatten beim Sozialflohmarkt finden Sie hier.

Jun 01 2008

Brief von Frau Mag. Pint, Leiterin der “Gruft”

Brief der Gruft
(Anklicken zum Vergrößern)

Dez 15 2007

Brief der Caritas Wien

brief_landau.jpg
(Anklicken zum Vergrößern)

Dez 09 2007

Großartiger Erfolg des Sozialflohmarktes in Floridsdorf für die Gruft!

6500 Euro für die Aktion Schlafsack zugunsten unserer Obdachlosen konnten Aufgrund der großen Spendenfreudigkeit der Floridsdorfer Bevölkerung übergeben werden!
Das ist genug Geld, um hoffentlich wieder alle Obdachlosen in Wien vor dem erfrieren zu schützen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die den Flohmarkt unterstützt haben – besonders auch an die SPÖ Floridsdorf, die diese Aktion möglich macht!

Sylvia Wilke

Sylvia Wilke

Dez 09 2007

Die Geschichte der Aktion Schlafsack und des Bücherflohmarktes

Im Winter 1996 fuhr ich spätabends von einer Geburtstagsfeier nach Hause. Es war entsetzlich kalt und ich dachte mit Sehnsucht an mein warmes Bett. Plötzlich dachte ich daran, dass es Menschen gibt, die kein Zuhause und kein warmes Bett haben. Und in meinem Keller liegt ein Schlafsack, den ich schon lange nicht verwendete - und sicher bei anderen Menschen auch: so begann ich am nächsten Tag, Schlafsäcke im Bekanntenkreis zu sammeln und brachte sie in die Gruft. Ich war Bezirksrätin, hatte Kontakt zu sozialen Einrichtungen und konnte so Benefizveranstaltungen auch mit Betroffenen, aber auch mit der Unterstützung vieler Floridsdorfer Künstler veranstalten. Darüber berichtete auch die Presse und es war ein toller Erfolg! Menschen spendeten 100.000S, 20.000S, 10.000S und viele kleinere Summen, die es ermöglichten, genug Schlafsäcke zu kaufen, um die Obdachlosen vor dem ärgsten Unbill des Winters zu schützen.
Diese Benefizveranstaltungen machte ich einige Jahre und die Gruft war sehr froh über diese Unterstützung.

2001 räumte ich mein Bücherregal auf und fand einige Bücher die ich nicht mehr lesen würde. ch nahm einen Tapezierertisch, malte ein kleines Transparent: “Zugunsten der Gruft” und setzte mich vor den Schnellbahnhof . Es war wunderbar: die Menschen erwarben die Bücher egen eine Spende und dann kam die Frage, die den Bücherflohmarkt ermöglichte wie es ihn heute noch gibt: Kann ich Ihnen meine Bücher, Schallplatten, CDs auch bringen?

Und der Flohmarkt wuchs: Es gibt keinen Tapezierertisch mehr, der ist unter der Last der vielen, vielen gespendeten Bücher zusammengebrochen. Die Fa OBI spendete stabile Tische und Bänke auf denen sich eine große Menge guter, alter, und neuer Bücher stapeln. Der Hr. Pfarrer der Pius Parsch Kirche hat Dankenswerterweise einen Raum im Glockenturm als Lager zur Verfügung gestellt, denn inzwischen ist die Spendenfreudigkeit der Floridsdorfer/innen großartig.

Sozialflohmarkt Floridsdorf

Ein Spender, der regelmäßig den Flohmarkt besucht, schrieb mir einen Dankbrief:

Der Bücherflohmarkt ist eine wertvolle, soziale Einrichtung die vielerlei Bedürfnisse abdeckt.

  • Die Bücher werden wiederverwendet.
  • Auch Finanziell schwache Menschen kommen so an gute Literatur.
  • Der Flohmarkt ist eine Institution, bei der viele soziale Bedürfnisse erfüllt werden: Wertvolle Gespräche sozialer und politischer Art, Beratung sowohl was den Lesestoff als auch Lebenshilfe beinhaltet.

Der Erlös, der der Anschaffung von Schlafsäcken dient, ist eine großartige Hilfe für Obdachlose welche keinen Schlafplatz haben oder wollen und ein Zeichen für die Betroffenen, dass es Menschen gibt, die sich ihrer Probleme annehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie , wenn sie den Flohmarkt schon kennen, dieser Meinung sind. Wenn Sie den Flohmarkt noch nicht kennen, besuchen Sie mich doch!
Die Auswahl der Bücher ist inzwischen traumhaft groß und mittels Ihre Spende tun Sie wirklich Gutes für unsere Obdachlosen.

Sylvia Wilke

Apr 30 2007

Neue Tische für den Sozialflohmarkt

“Mit unserem OBI Markt sind wir ganz in Ihrer Nähe und immer ‘mehr’ für Sie da!”

Daß dieses Motto nicht nur ein sehr gut gewählter Werbeslogan ist, sondern tatsächlich in dieser Form gelebt wird, konnte die Betreiberin des Sozialbücherflohmarktes Sylvia Wilke hautnah erleben. Auf Initiative von BR Georg Papai stellte der OBI Bau- und Heimwerkermarkt Brünner Straße in Floridsdorf unbürokratisch und kostenlos dem Sozialprojekt für Obdachlose fünf Heurigengarnituren zur Verfügung. An den bis dato genutzten Büchertischen hatte bereits der Zahn der Zeit genagt, ein Austausch war dringend notwendig. “Die Bereitschaft im Rahmen sozialer Projekte zu helfen ist Teil der Firmenphilosophie von der Fa. Baumärkte A. Sochor & Co GmbH”, erklärte OBI - Marktleiter Walter Redl anlässlich der offiziellen Übergabe am Geschäftsgelände der Firma OBI. Die anwesenden Bezirksräte Ilse Fitzbauer & Georg Papai nutzten die Gelegenheit sich auch über den erfolgreichen Geschäftsfortgang des OBI Marktes auf der Brünner Straße 57 zu informieren.

Übergabe der Heurigengarnituren

Mrz 23 2007

Nicht nur zur Weihnachtszeit

Unter diesem, von Heinrich Böll inspirierten Motto, stand am 23.3. eine Veranstaltung im SPÖ Zentrum am Kinzerplatz. Über eine Spende von 4.000 Euro konnte sich an diesem Abend die Vertreterin der GRUFT Frau Mag. Pint freuen. Zu verdanken ist der nicht unwesentliche Beitrag zum Fortbestand der 20 Jahre alten Obdachlosenbetreuungseinrichtung - wie Frau Mag. Pint versicherte – dem persönlichen Einsatz einer einzigen Frau! Sylvia Wilke erfand, erkämpfte und betreibt mit sehr hohem persönlichen Engagement einen Bücherflohmarkt zu Gunsten der Aktion Schlafsack. Seit zwei Jahren tut sie das unter der Schirmherrschaft der SPÖ. Die Veranstaltung am Kinzerplatz wurde daher auch zu einem Dankeschön für Sylvia’s unermüdlichen Einsatz.

Den symbolischen Scheck übergaben GR Angela Lueger und BR Ilse Fitzbauer und zur Überraschung aller las BR Erwin Büchele aus dem Leben gegriffene, humorvolle Mundartgedichte. Er sorgte damit für einen köstlich, amüsanten Abschluß des Abends.

Ein großes Anliegen ist es auch 2007 einen entsprechenden Reinerlös lukrieren zu können. Der Bedarf an Bücherspenden ist daher groß. Hilfsbereiter Spender kommen am Besten Dienstag oder Donnerstag beim Sozialflohmarkt am Franz Jonas Platz vorbei oder melden sich unter 0676/6448686 bei Sylvia Wilke direkt.

Spendenübergabe 2007

Feb 01 2005

Sozialflohmarkt startet in die fünfte Saison

Nach der langen und harten Winterpause findet der Flohmarkt ab Anfang März wieder statt. Eine riesige Auswahl an historischen Romanen und Heinwerkerbüchern, Liebesgeschichten und philosophischen Werken, sowie aktuellen Bestsellern - was immer Sie auch suchen, etwas für Sie ist sicher dabei!

Sep 15 2004

Meine Arbeit am Sozialflohmarkt

Eine Zwischenbilanz von Bezirksrätin Sylvia Wilke

Wir hatten bis jetzt ca. 8000 Euro am Konto. Vergangenen Montag habe ich 5000 der Gruft überwiesen, die Mitarbeiterinnen waren beim Sozialflohmarkt, haben sich bedankt und werden um dieses Geld 150 (!!!) Schlafsäcke, winterfest bis minus 20 Grad, erwerben.

Der Rest wird der Gruft für die “Aktion Kaution” überwiesen - die arbeiten auch mit dem Verein Samba zusammen, der die Aufgabe hat, Obdachlose wieder ins Berufsleben einzugliedern - was aber einen festen Wohnsitz erfordert.

Sehr erfreut war ich, als mir in einem Brief Caritasdirektor Dr. Michael Landau seine Anerkennung für den Sozialflohmarkt aussprach.

Eine Frau, die regelmäßig Bücher erwarb, hat nach dem Tod ihres Mannes gebeten, auf Blumenspenden beim Begräbnis zu verzichten und das Geld aufs Schlafsackkonto zu überweisen.

Eine andere Frau, die regelmäßig Bücher spendet, rief mich vorigen Sonntag an: Am Donaukanal im Gebüsch liegt ein Obdachloser, verdreckt und blutig - nach einer ersten Reinigung, Nahrungsaufnahme, Desinfektion und frischer Wäsche ließ er sich von mir zu den Barmherzigen Brüdern bringen - er hat versprochen, sich nach der Entlassung in die Betreuung durch die Gruft zu begeben.

Ich habe auf der Donauinsel eine kleine Kolonie von obdachlosen Jugendlichen betreut - keine GiftlerInnen, sondern AusreisserInnen - es ist mir gelungen, drei von ihnen zu überzeugen,wieder nach Hause zu gehen - mit den Adressen von Kriseninterventsionszentren versehen - und mit der Bitte, daß sie sich gegenseitg betreuen, beschützen und helfen sollen - 1 Mädchen hat schon angerufen: mit Hilfe der Sozialarbeiterin sind ihre Probleme in den griff bekommen.

Ich helfe aber auch Menschen, die in finanzieller Not sind: einer Frau, für deren Kinder ich Spielzeug und Gewand gesammelt habe, ist der Mann mit dem Geld für die Miete abgehauen - ich habs ihr aus den Einnahmen vom Sozialflohmarkt vorgestreckt - sie hat inzwischen einen (Scheiß)Job und hat mir heute die erste Rate zurückgegeben.

Einem obdachlosen Mann, der bei der Weinlese Arbeit gefunden hat, haben wir das Fahrgeld dorthin geliehen - ich weiß genau, daß ich es zurückbekommen werde.

Ich könnte diese Liste noch lange weiterführen, glaube aber, daß ich mit den einzelnen Beispielen einen Einblick geben kann in die Vielfalt der Probleme, bei denen ich versuche, Hilfe zu leisten. Ermöglicht wird all diese Hilfe, durch Ihre Unterstürzung des Sozialflohmarkts, für die ich mich an dieser Stelle aus ganzem herzen bedanken möchte.

Sylvia Wilke

Mrz 28 2004

Sozialflohmarkt startet in die vierte Saison

Nach der Bürokratie- und Winterpause ist der Bücherflohmart ab sofort wieder da, mit noch mehr Büchern und drei Mal pro Woche!
Ob Sie Liebesromane oder historische Tatsachenberichte, Science-Fiction oder Fachliteratur suchen, Comics oder Kochbücher, es ist bestimmt auch für Sie das passende dabei und - Sie unterstützen damit ein wichtiges Obdachlosenprojekt!

Jan 10 2004

4000 Euro Einnahmen für Obdachlosenhilfe

Für die “Aktion Schlafsack und Kaution” konnte Bezirksrätin Sylvia Wilke diesen Betrag der Gruft spenden.

Dieser schöne Erfolg ist die Summe von solidarischen Handlungen: Menschen die Bücher spenden und Menschen die diese gegen eine großzügige Spende erwerben!
“Ein Schlafsack bedeutet für Obdachlose eine Soforthilfe, ist aber oft auch der erste Schritt in die sozialarbeiterische Betreuung durch die Gruft und somit eine Hilfestellung zur Integration in die Gesellschaft”
Mag.Frater Carl Gölles(2001), Leiter der Gruft

Spendenübergabe 2003

Sep 05 2003

Sozialflohmarkt startet wieder

Bezirksrätin Sylvia Wilke überwindet die Hürden der Bürokratie

“Endlich seid Ihr wieder da!”, so lautete die Aussage vieler PassantInnen und mehr als 100 Stammkunden am 1. September 2003 beim Sozialflohmarkt am Franz-Jonas- Platz. In sechs Stunden wurden über 300 Euro eingenommen.

Der Sozialflohmarkt war der erste seit Dezember des vorigen Jahres. Damals hatte das Marktamt etliche Anzeigen erstattet, mit der Begründung, der Flohmarkt wäre ein Gewerbe. Dadurch wären aber mehr Gebühren und Abgaben angefallen, als der Flohmarkt eingebracht hätte.

Gegen die Anzeigen wurde Einspruch eingelegt. Bis zu einer Entscheidung bei Gericht gibt es nun eine Zwischenlösung. Jeweils am Montag und Freitag darf Bezirksrätin Sylvia Wilke von 12 bis 19 Uhr am Franz Jonas Platz ihren Bücherflohmarkt abhalten.

Sylvia Wilke erläutert: “Erst kürzlich hörte man in den Nachrichten, dass die Stadt Wien zu wenig Geld für die Sozialhilfe hätte. Und dann werden Initiativen wie unser Sozialflohmarkt durch eine Anzeigenflut und Bürokratie behindert. Der Ausfall unseres Flohmarkts im ersten Halbjahr bedeutet ca. 3.000,- Euro weniger für soziale Projekte. Da die Anzahl der Obdachlosen steigt, sollte die Gemeinde Wien private Initiativen fördern, statt behindern. Nicht alle Initiatoren haben die Kraft, ihr soziales Engagement mit etlichen Telefonaten, Rechtsgutachten, Verhandlungen und Anwälten erst möglich zu machen.”

Übrigens fließt jeder Euro, der beim Sozialflohmarkt eingenommen wird, in die Obdachlosenprojekte “Aktion Schlafsack” und “Aktion Kaution”. Sylvia Wilke freut sich, dass es zumindest bei den zahlreichen PassantInnen ein großes, soziales Bewusstsein gibt und der Sozialflohmarkt deshalb sehr geschätzt wird.

Jan 14 2003

Ein Leben für Obdachlose

Kurier, 14. Jänner 2003:
Ein Leben für Obdachlose

Es war im November 1995. Da wartete Sylvia Wilke eines Nachts eine Viertelstunde in klirrender Kälte auf die Straßenbahn. “Ich darf jetzt heim unter meine warme Tuchent. Aber wie kalt muss es für Menschen sein, die im Freien übernachten müssen”, dachte sie sich. Und da die Floridsdorferin eine Frau der Tat ist, organisierte sie warme Schlafsäcke und Matten für Obdachlose. Die “Aktion Schlafsack” war geboren.

Bettelbriefe
Sylvia Wilke schrieb Bettelbriefe an Bekannte. Immerhin 15.000 Euro brachte sie so in diesem Winter zusammen, Geld für 700 Schlafsäcke, die sie in der “Gruft” ablieferte. “Man glaubt kaum, was so ein Geschenk für Auswirkungen hat”, erzählt sie, “viele Obdachlose schöpften neuen Lebensmut”. Seither hat sie jeden Winter Rundschreiben an mögliche Spender geschickt. Gut 5000 Euro kamen im Schnitt dabei zusammen. Die Idee hat Schule gemacht. Auch Organisationen und Private spenden der “Gruft” mittlerweile Schlafsäcke. Daher hat sie diesen Winter erstmals keine Bettelbriefe verschickt. Vor zwei Jahren hat sie eine neue Kampagne ins Leben gerufen, die “Aktion Kaution”. Für Obdachlose, die in der Lage sind, alleine zu wohnen, möchte sie die Kaution sowie eine Grundeinrichtung bezahlen. Finanzieren will Wilke das unter anderem mit den Erträgen aus dem Flohmarkt, den sie in Floridsdorf betreibt. Und noch eine Vision hat die 60-Jährige: Sie würde gerne in Wien einen “Kost-nix-Laden” eröffnen, in dem Obdachlose oder sozial Schwache umsonst Möbel und Einrichtungsgegenstände holen können. (…)
– Ute Brühl; Kurier, 14. Jänner 2003.

Sylvia Wilke: “Wiener Köpfe”; © Kurier bzw. Kurier Online - Wien, 2003.

Jan 01 2003

Flohmarkt-Spendengelder fließen einem guten Zweck zu

4.500 Euro für Caritas-Organisation “GRUFT”

Direkt unter der Mariahilfer Kirche befindet sich die GRUFT. Seit Advent 1986 ist dort ein Zufluchtsort für Menschen, die auf der Straße leben. Für viele es der einzige Fixpunkt in ihrem Leben. Die GRUFT ist nicht nur während des Tages, sondern auch die ganze Nacht geöffnet. Es gibt dort warmes Essen, Kleidung, sowie eine Wasch- und Duschmöglichkeit.
Gemeinsam mit den SozialarbeiterInnen wird eine Klärung der finanziellen Situation vorgenommen, und eine langfristige Begleitung zur Problemlösung geboten.
Am Dienstag, den 19.11.2002 übergab die Floridsdorfer Bezirksrätin Sylvia Wilke Spendeneinnahmen aus den Bücherflohmärkten in der Höhe von 4.500 Euro (ca. öS 62.000,-) an Mag. Martina Pint, die Leiterin der Gruft. In einem Gespräch stellten die beiden fest, dass sich die Sensibilität für das Thema Obdachlosigkeit in den letzten Jahren erhöht hat. Immer weniger Leute w<ürden wegschauen, immer mehr sind bereit zu helfen. “Solidarität ist eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft!”, betont Sylvia Wilke. Und sie ergänzt: “Der Weg in die Obdachlosigkeit ist schneller und leichter, als viele denken. Aber der Weg zurück ist äußerst schwierig, und ohne Hilfe von außen kaum zu bewältigen.”

Spendenübergabe 2002

Feb 01 2002

Mit Che’s Zärtlichkeit halt

Augustin:
Mit Che’s Zärtlichkeit halt

Dass es in der sozial gespaltenen Stadt Wien zumindest embryonale Ansätze von Selbstorganisation der Marginalisierten und Unterprivilegierten gibt, ist umtriebigen Menschen wie Sylvia Wilke - und derem langen Atem - zu verdanken.
Es war Donnerstag. Vergeblich hatte ich in den vergangenen Tagen versucht, Sylvia Wilke zu erreichen. Freitag ist Redaktionsschluss. Plötzlich eine beruhigende Idee: Heute ist die hundertste Donnerstags-Demo. Du wirst die Sylvia dort treffen. Ich traf sie, selbstverständlich. “Es ist ungefähr die 50. Donnerstags-Demo, an der ich mitlatsche”, sagte sie. “Wenn das Wetter nass und kalt ist, muss ich schwänzen, aus gesundheitlichen Gründen”. Tief wie ihre Stimme ist ihre Verstrickung in die (alternative!) Politik. Als grüne Bezirksrätin aus Floridsdorf hat Sylvia Wilke eben einen persönlichen Erfolg erreicht. Der Paul Hock-Park an der Brünnerstraße sollte umzäunt und nachts abgesperrt werden, um Sandlern und Jugendlichen einen weiteren der raren urbanen Freiräume zu zerstören. Sylvia Wilke erkämpfte die Offenhaltung. In der Obdachlosenszene und unter aufmerksamen AUGUSTIN-LeserInnen ist sie als “Schlafsack-Süval” bekannt. Ihre Schlafsack-Kampagnen für Wiens Straßenmenschen haben schon vielen erträglichere Winternächte beschert. Und seit drei Jahren trifft sie sich jede Woche mit den KollegInnen von der Arbeitslosen-Selbstorganisation AmSand. “Und was machst du, wenn du nicht grad aktiv für die Ärmsten bist?” “Dann sitz ich im Wirtshaus und blödle mit Freunden. Wie hat Che Guevara gesagt? Vergessen wir, während wir kämpfen, nicht die Zärtlichkeit.” Dabei hätte Sylvia Wilke im Moment guten Grund, verbittert zu sein. Ihr wird gerade übel mitgespielt, sehr übel. Mit ihrer kleinen vorzeitigen Alterspension (wegen Langzeitarbeitslosigkeit) plus der Aufwandsentschädigung, die sie als Bezirksrätin bekommt, könnte sie ihr Leben gestalten: bescheiden, aber erträglich. Doch die Pensionsversicherungsanstalt strich ihr die Pension weg, als sie im Mai vergangenen Jahres ihr Mandat in der Bezirksvertretung annahm. Nur 4070 Schilling dürfte sie dazuverdienen, um den Pensionsanspruch zu bewahren. Die Aufwandsentschädigung, die die Pensionsversicherungsanstalt als Zusatzeinkommen interpretiert, beträgt aber 5001 Schilling, 14 mal im Jahr. Sylvia Wilke hätte also ihr Mandat nicht annehmen dürfen oder zumindest auf einen Teil der Aufwandsentschädigung verzichten müssen. Doch was hätte das bedeutet? Zu akzeptieren, dass arme Leute bestraft werden, wenn sie sich “anmaßen”, sich wählen zu lassen und Volksvertreter zu werden. Hinter den Aufwandsentschädigungen für BezirkspolitikerInnen (nicht zu verwechseln mit den Supergagen der Gemeinderatsmitglieder) steckt ja gerade die demokratische Idee, Einkommensschwache nicht aus den Institutionen der repräsentativen Politik auszuschließen.

Mandatsausübung ist keine Erwerbstätigkeit Dieses Prinzip ist fein genug, um dafür zu kämpfen. Sylvia Wilke tut es, um einen hohen Preis. Sie muss zurzeit mit 5001 Schilling im Monat auskommen. Mit Unterstützung der Grünen hat sie eine Klage beim Sozialgericht eingereicht. Am 13. Februar ist erster Gerichtstermin. Enden wird das ganze, ahnt sie, vor dem Verwaltungsgericht. Dass sie dann Recht behält, ist nicht ausgeschlossen. Vor zwei Jahren hatte der Verwaltungsgerichtshof in einem ähnlich gelagerten Fall - ein Arbeitsloser sollte wegen des Bezirksratsmandats das Arbeitslosengeld verlieren - entschieden: Die Mandatsausübung ist keine Erwerbstätigkeit im Sinne des Arbeitslosenversicherungsgesetzes. Vielleicht bekäme die lokale Volksvertretung eine neue Qualität, wenn an ihr mehr Menschen mitwirkten, die aus dem sozialen Milieu der Nichtprivilegierten stammen. Aus Sylvias Milieu. Sylvia Wilke hat eine schwere Kindheit erlebt. Sie wuchs ohne Eltern, in Kinderheimen auf. Als Schneiderin musste sie sich mit Minilöhnen abfinden, viele Jahre war sie arbeitslos. Trotz (oder wegen?) ihrer Lage gewährte sie anderen, die noch schlechter dran waren, ihre soziale Solidarität. Immer hatte sie, neben den eigenen, Pflegekinder an ihrer Seite. Zum Beispiel den zwölfjährigen Franzi, der den selbstmörderischen Fenstersturz seiner Mutter miterlebt hatte, auf die Psychiatrie kam und zu reden und zu essen aufhörte. Sylvia holte ihn zu sich in ihre Familie. “Eines Tages fing er an, mit meinem Sohn zu reden. Er wurde zu einem völlig normalen Kind.” Innerhalb der Wiener Grünen gilt Sylvia Wilke als das verkörperte soziale Gewissen. Dass es für gewisse führende Grünpolitiker “eher ein Anliegen ist, Wien mit Dachterrassen zu übersäen, als die Menschen von der Straße wegzuholen”, ärgert sie; mit Susanne Jerusalem verfüge sie aber eine sozialpolitisch kompetente Ansprechspartnerin in der grünen Rathausfraktion, sagt Sylvia Wilke.

Wer hilft mit beim Aufbau des ersten Kostnix-Ladens?
Gerade muss sie wieder ihre Hilfe in Anspruch nehmen. “Mein neuer Fall: Vater, Mutter, Tochter und Enkelkind leben in einer Wohnung zusammen. Die Mutter in einer psychischen Krise - zu krank, um zuhause sein zu können, zu wenig krank für die Psychiatrie. Jetzt kamen die Angehörigen drauf, dass Mutter seit einem Jahr keine Miete mehr für die Wohnung, die auf ihrem Namen lief, gezahlt hatte. Der Vater trieb rasch das Geld auf, aber es war zu spät. Die Familie wurde delogiert. Solche Fälle zu lösen, übersteigt meine Kompetenz und Kraft. Dafür brauch ich die Jerusalem.” Die “Aktion Schlafsack”, die vor vier Jahren mit einer negativen Antwort des Bundesheeres begann (”Die alten Schlafsäcke werden bei uns vernichtet”) und mit unerwartetem Geldspendenfluss ihren Höhepunkt erreichte, nachdem die großbürgerliche “Presse” über Wilkes Projekt berichtet hatte, ist in dieser Form beendet. Doch Sylvia Wilke sammelt weiterhin Geld für obdachlose Menschen. Die Beträge werden der “Gruft” übermittelt, die dann selber entscheiden kann, wofür sie die Spenden verwendet: als Einstiegshilfe zur neuen Wohnung eines Klienten oder zum Einkauf für Waren, die Obdachlosen das Leben erleichtern. Andere spinnen 1000 Ideen, um eine davon in die Wirklichkeit umzusetzen. Meine Schätzung: Bei Sylvia Wilke lautet das Verhältnis 10 zu 1. Die Chance, dass demnächst in Wien ein Kostnix-Laden eröffnet wird, steht also nicht allzu schlecht. Nach dem Vorbild der deutschen Umsonst-Läden (die Idee wurde in der vergangenen AUGUSTIN-Ausgabe vorgestellt) will Sylvia Wilke eine Infrastruktur für gelebte Solidarität, für praktische Umverteilung entwickeln, eine Oase in der Wegwerfgesellschaft. Im Kostnixladen kriegen Bedürftige funktionierende Gebrauchsgegenstände, die andere nicht mehr brauchen, gratis. “Wenn der Laden steht, und es kommen Menschen, die deine Idee aus kommerziellen Interessen missbrauchen, indem sie vermarkten, was sie von dir gratis kriegen? Was tust du dann?” “Keine Angst. Ich rede mit ihnen auf menschlicher Basis”. Mit Che´s Zärtlichkeit halt.
- Robert Sommer, © AUGUSTIN

Jan 01 2000

Spenden für den Sozialflohmarkt (Bücher, Schallplatten, etc)

Wie kann ich den Sozialflohmarkt unterstützen?

Falls Sie, als Privatperson, Verlag, Unternehmen oder Institution den Sozialflohmarkt mit Spenden unterstützen möchten, dann ist Sylvia Wilke Ihre Ansprechpartnerin!

Um mit Sylvia Wilke in Kontakt zu treten, klicken Sie bitte hier.

Wir nehmen Ihre Spenden gerne direkt beim Sozialflohmarkt entgegen. Wir ersuchen Sie vorher um einen kurzen Anruf, damit wir auch sicher vor Ort sind!
Nach Rücksprache holen wir Ihre Spenden auch ab.

Mit welcher Art von Sachspenden kann ich den Sozialflohmarkt unterstützen?

Der Sozialflohmarkt freut sich über folgende Spenden:

  • Bücher aller Art (Literatur, Romane, Belletristik, Kinderbücher, Sachbücher, Bildbände, eigentlich alles ausser Telefonbüchern!)
  • CDs
  • DVDs
  • CD-ROM
  • Schallplatten
  • Hörbücher
  • Spiele für PC, Playstation, etc.
  • …